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Checkliste: Behördengänge vor der Geburt

Ämter und Behörden, Krankenhäuser und Kitas. Diverse Unterlagen und Formulare. Welche Anträge müssen wann ausgefüllt, wo eingereicht und wie angemeldet werden? Fragen über Fragen. Denn für das Baby muss von Euch als werdende Mütter und Väter einiges an Bürokratie mit Behörden, Krankenkassen und Eurem Arbeitgeber erledigt werden. 

Um euch die bürokratischen Aufgaben zu erleichtern, haben wir hier einmal wichtige Punkte zusammengetragen. Denn eine Reihe von Formalitäten und Anträgen könnt ihr bereits vor der Geburt erledigen. So habt ihr nach der Entbindung mehr freie Zeit, die ihr ungestört mit eurem Neugeborenen verbringen könnt. 

Im Folgenden findet Ihr die notwendigen Informationen rund um die Behördengänge & Anträge vor der Geburt. Diese stehen Euch auch in komprimierter Checkliste als PDF-Download zur Verfügung.



Schwangerschaft und Arbeitsleben: der Mutterschutz

Als Schwangere genießt Du im Arbeitsleben einen besonderen Schutz und Dein Arbeitgeber hat eine Reihe von Vorschriften einzuhalten. Diese Vorschriften sind im Mutterschutzgesetz festgelegt und den Schutz von Mutter und Kind vor und nach der Geburt: Es beinhaltet unter anderem Beschäftigungsverbote, Arbeitszeiten- und Pausenvorschriften, Kündigungsschutz und Entgeltersatzleistungen während des Beschäftigungsverbotes (Mutterschaftsgeld).

Damit der Mutterschutz greifen kann und die besonderen Vorschriften zu Deinem Schutz beachtet werden, muss Dein Arbeitgeber natürlich über Deine Schwangerschaft und den voraussichtlichen Entbindungstermin informiert werden. Im Grunde ist es Dir freigestellt, wann Du Deinen Arbeitgeber informierst. Die meisten Frauen warten die ersten 12 Wochen ab, da  hier noch ein gewisses Risiko besteht, und informieren dann Ihren Arbeitgeber und die Kollegen. 

Ist Dein Vorgesetzter direkt greifbar, empfiehlt sich natürlich ein persönliches Gespräch, in dem Du Deinen Chef darüber unterrichtest, dass Du „in anderen Umständen“ bist.  

Zusätzlich solltest Du ohne großen Aufwand ein formloses Schreiben aufsetzen und in der Personalabteilung oder bei Deinem Vorgesetzten abgeben. Am besten legst Du noch einen ärztlichen Nachweis über die Schwangerschaft direkt mit bei. Dies ist kein Muss, wird aber von manchen Arbeitgebern gefordert. Dem musst Du dann nachkommen. Wenn durch diese Bescheinigung Kosten entstehen, trägt diese Dein Arbeitgeber. 

Infos im Überblick:

  • Wo?
    Arbeitgeber 

  • Wann?
    Ist der werdenden Mutter freigestellt. Eine frühzeitige Information des Arbeitgebers ist empfehlenswert, damit der Mutterschutz greifen kann. 

  • Benötigte Unterlagen:
    Formloses Scheiben, ggf. inklusive ärztlicher Bescheinigung

Mutterschaftsgeld beantragen

Die gesetzliche Regelung zum Mutterschaftsgeld stellt Deine finanzielle Versorgung während des Mutterschutzes sicher. 

Wenn Du angestellt bist, bekommst Du während des Mutterschutzes weiterhin Dein Nettogehalt in der Zeit des Beschäftigungsverbotes, also die letzten 6 Wochen der Schwangerschaft und acht Wochen nach der Geburt. Dabei gilt Dein durchschnittliches Nettogehalt der letzten 3 Monate vor Beginn des Mutterschutzes als Berechnungs-grundlage. 

Als gesetzlich Versicherte erhältst Du bis zu 13 Euro täglich und vom Arbeitgeber dann die Differenz zwischen Mutterschaftsgeld und Deinem Nettoverdienst – den sogenannten Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Bist Du nicht selbst Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse (z. B. weil Du privat krankenversichert, in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert oder geringfügig beschäftigt bist), hast Du keinen Anspruch auf das Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkassen. Du kannst dann allerdings Mutterschaftsgeld in Höhe von einmalig 210 Euro beantragen. Dieser Betrag wird nicht auf das Elterngeld angerechnet. Zuständig dafür ist das Bundesversicherungsamt.

Infos im Überblick:

  • Wo?
    Wenn gesetzlich versichert: Antrag bei Krankenkasse und Arbeitgeber
    Wenn nicht über die gesetzliche Krankenversicherung versichert:
    Antrag beim Bundesversicherungsamt stellen

  • Wann?
    Spätestens sieben Wochen vor dem Geburtstermin

  • Benötigte Unterlagen:
    Bescheinigung (vom Frauenarzt) über die/den Schwangerschaft/Geburtstermin
    Formular von der Krankenversicherung oder formloser Brief
    Arbeitgeberbescheinigung, Bescheinigung über Entbindungstermin

Elternzeit beantragen

Beide Elternteile haben nach der Geburt insgesamt drei Jahre Rechtsanspruch auf Freistellung von ihrem Arbeitsplatz. Die Elternzeit dürft Ihr flexibel bis zum achten Geburtstag nehmen. 

Mit der Anmeldung der Elternzeit müsst Ihr festlegen, wie und für welche Zeiträume Ihr diese bis zum 2.Geburtstag in Anspruch nehmen möchtet. Wer Elternzeit nimmt, kann auch bis zu 30 Wochenstunden arbeiten. Wenn Ihr also während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchtet, sollten Ihr dies am besten auch direkt mit beantragen. 

 

Bevor ihr die Elternzeit bei Eurem Arbeitgeber einreicht, solltet ihr Euch als Paar auch einigen, wie Ihr diese aufteilen möchtet: nimmt nur die Mutter oder nur der Vater Elternzeit oder mögt ihr diese auf Euch beide aufteilen. 

Kompliziert ist der Antrag auf Elternzeit nicht: Wichtig ist nur, dass spätestens 7 Wochen vor dem geplanten Beginn der Elternzeit der Arbeitgeber schriftlich über Eure Planung informiert wird.  

Infos im Überblick:

  • Wo?
    Arbeitgeber

  • Wann?
    Spätestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn der Elternzeit

  • Benötigte Unterlagen:
    formloser schriftlicher Antrag, bestenfalls per Einschreiben
    mit möglichst detaillierter Angabe zur Planung und Dauer der Elternzeit
    Bei Teilzeit, möglichst die Stundenanzahl und Arbeitszeiten angeben

Anerkennung der Vaterschaft & gemeinsames Sorgerecht

Wenn ihr verheiratet seid, ist eine Vaterschaftsanerkennung nicht von Nöten. 

Solltet ihr nicht verheiratet sein, könnt ihr die Vaterschaftsanerkennung beim Standes- oder Jugendamt beantragen oder durch einen Notar (kostenpflichtig) vornehmen lassen. Um als Vater direkt in die Geburtsurkunde des Kindes mit aufgenommen zu werden empfiehlt sich eine Beantragung der Vaterschaft bereits vor der Geburt. Wenn Ihr die Anerkennung erst nach der Geburt vornehmen lasst, wird in der Geburtsurkunde erst einmal nur der Name der Mutter vermerkt. 

Die Anerkennung der Vaterschaft hat zunächst noch keinen Einfluss auf das Sorgerecht. Wenn ihr nicht verheiratet seid, hat erst einmal die Mutter das alleinige Sorgerecht. 

Wenn Ihr es gemeinsam tragen möchtet, muss dies nochmal gesondert eingetragen werden. Dies kann beim Jugendamt oder bei einem Notar erfolgen. Wird die Vaterschaft beim Jugendamt anerkannt, dann kann hier auch gleichzeitig bereits das gemeinsame Sorgerecht eingetragen werden. 

Infos im Überblick:

  • Wer?
    Unverheiratete Paare

  • Wo?
    Standesamt, Jugendamt oder Notar (kostenpflichtig)

  • Wann?
    Vor oder nach der Geburt möglich (persönliche Zustimmung der Mutter nötig) 

  • Benötigte Unterlagen:
    Geburtsurkunden oder Abstammungsurkunden beider Eltern  (oder eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch)
    Personalausweise
    Mutterpass oder Geburtsurkunde des Kindes
    Zustimmung der Mutter, wenn diese nicht anwesend sein sollte

Anmeldung der Geburt

Ihr solltet Euch früh genug darüber Gedanken machen, wo die Geburt stattfinden soll: kommt für Euch eine Klinik in Frage? Oder interessiert Euch eher für ein Geburtshaus, in dem Hebammen Gebärende in familiärer Atmosphäre betreuen? Krankenhäuser und die meisten Geburtshäuser bieten in der Regel Informationsabende, in der Regel inklusive Kreißsaal-Besichtigung bzw. Besichtigung der Räumlichkeiten. So könnt ihr Euch ein Bild machen und frühzeitig eine Wahl treffen.

Solltet Ihr Euch für eine Hausgeburt entscheiden, ist vor allem eine rechtzeitige Absprache mit der Hebamme und dem Gynäkologen sehr wichtig.

Egal wie Ihr Euch letztlich entscheidet: Wichtig ist, dass Ihr die Einrichtung oder Hebamme rechtzeitig informiert, bestenfalls schon ab der 22. Schwangerschaftswoche oder ggf. sogar noch früher. Insbesondere Hebammen sind schon weit im Voraus ausgebucht, hier solltet Ihr wirklich frühestmöglich aktiv werden.

Bei der Geburt in einer Klinik oder im Geburtshaus, sollte insbesondere die werdende Mutter an folgende Unterlagen denken: 

Im Mutterpass sind alle wichtigen Informationen für Hebammen und Arzt auf einen Blick ersichtlich. Festgehalten werden hier Dein gesundheitliches Befinden, Status des Babys, Stand der Vorsorgeuntersuchungen, Befunde der drei Ultraschall-Screenings und der voraussichtliche Geburtstermin. 

Denke auch an Deinen Personalausweis oder bei ausländischen Müttern an den Pass sowie die Geburtsurkunde. Die Krankenversicherungskarte und der Einweisungsschein von Deinem Frauenarzt sollten selbstverständlich auch nicht fehlen. 

Gegebenenfalls solltest Du auch an weitere medizinische Unterlagen wie einen Allergie-Pass oder Bescheinigungen über notwendige Medikamente denken.

Bestenfalls bringst Du diese Dokumente in einer kleinen Extratasche neben der Kliniktasche unter, so dass alles griffbereit ist und nichts vergessen wird, sobald es losgeht. 

Infos im Überblick

  • Wo/Wer?
    Klinik / Geburtshaus: Anmeldung der Geburt 
    Hausgeburt: Hebamme & Frauenarzt frühestmöglich in Planung einbeziehen

  • Wann?
    Klinik: spätestens 33. – 36. Schwangerschaftswoche
    Geburtshaus: 26. – 29. Schwangerschaftswoche
    Hebamme: ggf. bereits ab SSW14 (in vielen großen Städten herrscht ein Hebammen-Mangel)

  • Benötigte Unterlagen:
    Mutterpass
    Personalausweis oder ggf. Pass & Geburtsurkunde
    Krankenversicherungskarte
    Einweisungsschein vom Frauenarzt
    sonstige wichtige Dokumente wie Allergie-Pass, etc.

Kita oder Tagesbetreuung finden

Plant Ihr einen schnellen Wiedereinstieg in den Beruf oder möchtet Ihr Euer Baby möglichst lange zu Hause betreuen? Im Idealfall habt Ihr dies bereits zum Zeitpunkt der Beantragung der Elternzeit entschieden. 

Sofern ihr einen schnellen Wiedereinstig plant, solltet Ihr Euch bereits während der Schwangerschaft mit den möglichen Betreuungsmöglichkeiten beschäftigen. Auch über die Anzahl der Stunden an Betreuungsleistung solltet ihr euch frühestmöglich Gedanken machen.

Vielerorts herrscht ein signifikanter Mangel an Kita-Plätzen, deshalb solltet Ihr bereits während der Schwangerschaft mit der Recherche nach Kindertagesstätten starten. Denn Kita ist nicht gleich Kita, es gibt unterschiedliche Leistungen, Gruppengrößen, etc. So habt Ihr dann früh genug sämtliche Infos zu den speziellen Angeboten sowie zu den jeweiligen Aufnahmekriterien beisammen und versäumt keine Anmeldefristen.

Statt eines Kitaplatzes auch die Betreuung durch eine Tagesmutter eine Option sein.

Infos im Überblick

  • Wo?
    Online Recherche, Kitas oder Tagesmutter direkt kontaktieren, eventuelle Info-veranstaltungen wahrnehmen

  • Wann?
    So früh wie möglich und bereits während der Schwangerschaft

  • Benötigte Unterlagen?
    Individuell mit Kita oder Tagesmutter absprechen

Mit dieser Eltern-Checkliste haben wir Euch nun einen ersten Überblick gegeben, wie Ihr die Zeit vor der Geburt bereits für den einen oder anderen Behördengang sowie für Anträge und Anmeldungen nutzen könnt. Weitere Details erfahrt ihr dann bei der jeweils zuständigen Stelle. Die komprimierte Checkliste steht euch hier als PDF-Download zur Verfügung.

Vermutlich habt ihr den ein oder anderen Antrag aus der Checkliste sogar schon gestellt, Arbeitgeber und Krankenkasse informiert. Und an der einen oder anderen Stelle habt ihr neue Infos darüber erhalten, was bereits vor der Geburt schon alles erledigt werden kann und seid gerade eifrig bei der Recherche nach einem geeigneten Kita-Platz. So bleibt Euch nach der Entbindung so viel Zeit wie möglich, die ihr geruhsam und stressfrei mit Eurem Baby verbringen könnt.

In dieser besonderen Phase Eures Lebens möchten wir euch mit weiteren Tipps und Infos unterstützen. Deshalb findet Ihr hier weitere Checklisten rund um „Schwangerschaft und Geburt“, so dass ihr euch so gut wie möglich auf ein Leben zu Dritt vorbereiten könnt.